Reise-Erinnerungen

Norddeutschland - Insel Rügen, Ostsee
Geschrieben von: Gerhard Hainzl   
Mittwoch, den 29. Juni 2011 um 15:05 Uhr

Reisebericht von der 6 - tägigen Ostsee-Rundreise vom 19. bis 24. Juni 2011

 

Tag 1:
Am Sonntag, den 19. Juni 2011 starteten wir mit dem Busunternehmen Prammer
aus Neumarkt im Mühlkreis zu einer 6 - tägigen Ostsee-Rundreise. Unsere beiden Chauffeure Andrea und Hans brachten uns sicher zu unserem ersten Zielort, der Hansestadt Stralsund. Die Anreise dauerte ca. 13 Stunden, Mittagsessen, Rastpausen und WC-Pausen miteingerechnet.
Im Bus wurden wir von Andrea mit mitgebrachten Mehlspeisen und Süßigkeiten regelrecht verwöhnt. Kein Wunder, dass wir unser Gewicht nicht halten konnten.
Gleich nach der Ankunft bezogen wir im 3-Sterne Hotel „Stralsund“ unser Quartier. Danach ging es zum Abendessen.

Tag 2:
Am nächsten Morgen stieß unsere Reiseleiterin „Jutta“ zu uns. Sie begleitete uns die nächsten 4 Tage. Sie war sehr belesen und wir lauschten gespannt ihren ausführlichen Erzählungen. Es war sehr interessant, als sie uns von der ehemaligen DDR erzählte, schließlich gehörten die Gebiete und Inseln die wir besuchten alle einmal zur DDR.
Heute fahren wir in den Norden der Insel Rügen. Sie ist die größte deutsche Insel mit einer Fläche von 976 m² und 74.000 Einwohnern. Vom Bus stiegen wir auf einen Bummelzug um und fuhren zur Nordspitze der Insel, zum „Kap Arkona“. Wir besichtigten die beiden Leuchttürme und gingen dann zu Fuß weiter zum Fischerdörfchen „Vitt“. Am Weg dorthin konnten wir den wunderbaren Ausblick auf die Ostsee genießen. Danach fuhren wir mit dem Bummelzug wieder zu unserem Reisebus zurück. Weiter ging die Reise nach Sassnitz wo wir eine 1 ½ stündige Schifffahrt entlang der Küste unternommen haben um die „Kreidefelsen“ und den sagenumworbenen „Königsstuhl“ zu bestaunen. Vor Antritt der Schifffahrt haben wir noch die Hafenromantik genossen und ich habe ein „Fischbrötchen“ mit Räucherlachs verzehrt. Es schmeckte wirklich lecker.
Die Kreidefelsen waren sehr imposant. Die Leute vor den Kreidefelsen wirkten wie kleine Puppen. Im Hafen von Sassnitz zurückgekehrt ging es mit dem Bus weiter in das Ostseebad „Binz“. Hier kann man wunderschöne Sandstrände mit den für hier typischen Strandkörben sehen. Weiters kann man der Musik der Straßenmusiker lauschen und die faszinierenden Bauten genießen. Auf mich machten die Häuser irgendwie einen countrymäßigen Eindruck (amerikanischer Stil).
Anschließend fuhren wir über Putbus, Garz zurück zum Hotel in Stralsund.

Tag 3:
Am 3. Tag unserer Rundreise fuhren wir wieder auf die Insel Rügen in den Hafen von „Schaprode“. Von hier setzten wir mit der Schiffsfähre auf die autofreie Insel „Hiddensee“ in den Ort „Vitte“, über. Die Überfahrt dauerte ca. 45 Minuten. Hier in Vitte misst Hiddensee gerade mal 250 m von Ost nach West, an der breitesten Stelle ca. 3,7 km und die Länge der Insel beträgt ca. 17 km.  Auf Hiddensee bewegen sich die Menschen entweder per Fahrrad, zu Fuß oder mit der Kutsche fort. Ausnahmeregelungen gibt es nur für einige wenige, wichtige Fahrzeuge, wie Einsatzfahrzeuge und dergleichen. In Hiddensee angelangt, wurden wir vom Kutscher bereits erwartet. Mit der Kutsche erkundeten wir das Eiland. Auf dem Weg sahen wir viele Häuser mit ihren typischen Reet-Dächern (Schilfrohr). Wir fuhren in den Ort Kloster, wo wir eine Mittagsrast einlegten. Vorher besuchten wir noch auf dem Inselfriedhof das Grab des berühmten Nobelpreisträgers, Dramatikers und Schriftstellers Gerhart Hauptmann. Da das Wetter so herrlich war, es hatte ca. 24 ° C und leicht windig,  nahmen wir unser Mittagsmahl in einem herrlichen Gastgarten zu uns. Ausgeruht erklommen wir eine kleine Anhöhe von wo wir einen traumhaften Ausblick auf die Insel und das Meer hatten. Im Hafen von Kloster angekommen ging es mit dem Fährschiff wieder zurück nach Schaprode und anschließend mit dem Reisebus in unser Hotel in Stralsund.

Tag 4:
Heute fahren wir über die Universitätsstadt Greifswald, Wolgast auf die zweitgrößte deutsche Insel „Usedom“. Unser erstes Ziel hier ist das Ostseebad „Zinnowitz“. Hier gab es links und rechts der „Seebrücke“  herrliche Sandstrände. Dann ging es weiter der Strandpromenade entlang von Ahlbeck ins Ostseebad Heringsdorf. Der Promenade entlang konnte man unzählige schöne Villen sehen. In Heringsdorf angekommen haben wir unsere Füße in der Ostsee gekühlt. Das Wasser war nicht gerade warm. Auch heute haben wir zu Mittag wieder Fisch gegessen. Nach einer kurzen Rast fuhren wir nach Wieck. Hier kann man die „Wiecker Holzbrücke“ besichtigen. Die Wiecker Brücke wird zur vollen Stunde nach Bedarf von 2 Männern hochgezogen um den größeren Booten die Durchfahrt zu ermöglichen. Zoll müssen nicht die Schiffe sondern die Brückenbenützer zahlen, da ja der Fluss vor der Brücke hier war. Danach ging es mit dem Bus zurück in die Altstadt von Stralsund. Die Altstad von Stralsund gehört seit 2002 zum UNESCO Welterbe. Sie ist absolut sehenswert. Erwähnen möchte ich das Rathaus mit den eigenwilligen Giebeln, die Nikolaikirche, das Ozeanum, das Segelschiff Gorch Fock usw. Leider hat die Zeit nicht ausgereicht, um noch mehr von Stralsund kennenzulernen.

Tag 5:
Um 8:30 fahren wir in die Hansestadt Rostock. Vorher machten wir noch einen Abstecher auf die Halbinselkette Fischland-Darß-Zingst wo sich das verträumte Ostseebad „Ahrenshoop“ mit etwas mehr als 700 Einwohnern, befindet. In Ahrenshoop wohnten viele Kunstmaler und Bildhauer. Auch hier kann man wieder die vielen schilfrohrgedeckten Häuser sehen. Am Sandstrand im Osten, wehte ein zum Teil heftiger Wind. Es war interessant das unruhige Wasser zu beobachten.
Dann ging es weiter nach Rostock. Wir kamen vorbei an einem Kohlekraftwerk, einer schwimmenden Jugendherberge auf dem Deck eines ehemaligen Passagier- und Frachtschiffes, bis wir schließlich unser nächstes Ziel „Warnemünde“ erreichten. Als wir in Warnemünde einfuhren bot sich uns ein überwältigendes Bild. Man sah die Häuser und den Bahnhof von Warnemünde und die Bauten wurden im Hintergrund von 2 Kreuzfahrtschiffen, die hier ankerten, um einige Etagen überragt. Es war wirklich ein imposantes Bild. Eines der beiden Schiffe war die „AIDA-blu“. Sie ist  eines der größten Kreuzfahrtschiffe der Welt. Im Hafen war dann reges Treiben zu beobachten. Überall gab es Souvenirläden, Hafenkneipen, Fischbrötchen wurden angeboten und es gab viele, viele Leute die hier unterwegs waren. Um 15 Uhr ging’s zurück nach Stralsund.

Tag 6:
Die Zeit verging viel zu schnell, leider müssen wir schon die Heimreise antreten.
Nach ca. 13 Stunden sind wir zu Hause eingetroffen.
Müde aber mit sehr vielen Eindrücken, die wir erst verarbeiten müssen, haben wir uns von unseren Chauffeuren Andrea und Hans verabschiedet. Sie haben uns gut betreut und sicher von einem Ort zum Anderen gebracht – an dieser Stelle nochmals danke!

Resümee:
Ich kann wirklich nur Jedem so eine Reise an die Ostsee empfehlen - absolut sehenswert.
Besonders beeindruckt hat mich das Flair der Hafenstädte mit ihren Schiffen, Kneipen und Fischbrötchen. Die Häuser mit ihren Schilfrohrdächern, die vielen schönen und sauberen Ostseebäder, die erstklassige Reiseleitung und auch das Hotel war in Ordnung. Das Abendessen war stets gut und das reichliche Frühstück konnte sich auch sehen lassen.
Last but not least hat auch das Wetter mitgespielt. Es ist unglaublich aber wahr: trotz nicht unbedingt besten Wettermeldungen hat es bei unseren Besichtigungstouren kein einziges Mal geregnet. Die Tageshöchstwerte lagen im Schnitt zwischen 18 und 24 ° C.

 
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